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Exkurs: Geschichte III

Willkommen zurück zu unserer Reihe „Circusgeschichte“ !

Nachdem wir jetzt schon fast Profis in der alten Circusgeschichte sind, kommen wir heute endlich in modernere Gefilde.
Denn zwischen modernem Circus und den Ursprüngen gibt es doch einige Unterschiede. Der moderne Circus, begründet vom Engländer Philip Astley in London, war nämlich keine Wanderkunst mehr.

Noch 1772 wurde Philip Astley vom französischen König Ludwig XV. nach Versailles eingeladen um den Hof mit seinen Künsten zu unterhalten. Nur ein Jahr später eröffnet der Engländer Philip Astley in London einen festen Bau, in dem Kunstreiter auftraten. Nach dem Vorbild des römischen Circus Maximus baute er ihn rund und nannte das Gebäude Circus.
Die Manege hatte einen Durchmesser von 13m, so dass die Pferde sich dort gut bewegen konnten. Dies ist auch heute noch ein Standardmaß im Circus. Bei uns ist die Manege allerdings etwas kleiner, ungefähr 6m – aber in unserer Manege treten ja auch keine Pferde auf 🙂

Neben den Dressurreitern kamen bald auch ein Orchester, ein Clown, Jongleure und weitere Artisten hinzu. Somit gründete Philip Astley den ersten Circus, wie wir ihn heute kennen. Damit war er so erfolgreich, dass er knapp 10 Jahre später ein Circus-Gebäude in Paris baute und in den folgenden Jahren 18 weitere Circusse in europäischen Städten.

Sein erster Bau in London brannte leider aufgrund der Kerzenbeleuchtung zweimal ab – doch eröffnete auch immer wieder. Der sogenannte „Vater des Circus“ machte stetig weiter und konnte bis zu seinem Tod 1814 gut von seinem Unternehmen leben. Heute gilt Philip Astley also als Begründer des modernen Circus und prägte elementare Aspekte, obwohl er es nie selbst als Circus bezeichnet hat.

Das Bild zeigt, wie der Circus von Innen ausgesehen hat.
Quelle: Wikipedia

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